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Episode 20_Terrence Malick

Von Natur, Existenz und der Frage nach dem Sein

Terrence Malick ist der große Eremit des Kinos. Nach seinem Debüt "Badlands" (1973) und dem träumerischen "In der Glut des Südens/Days of Heaven" (1978) drehte er 20 Jahre lang keinen Film. Erst 1998 kehrte er mit "Der schmale Grad/The Thin Red Line" (1998) kehrte er wieder ins Kino zurück. Seitdem hat sich das Schaffen des Amerikaners zunehmend radikalisiert und vom klassischen Plot verabschiedet. Eine schwebend-existentialistische Suche prägt die Filme wie "The Tree of Life" (2011), "Knight of Cups" (2015) oder "Ein verborgenes Leben" (2019). Aber was sucht Malick mit seinen Filmen? Was sind die prägenden Elemente in seinem Werk? Darüber sprechen Marcus und Sebastian mit dem Fm4-Moderator, Filmkritiker und Musiker Christian Fuchs.

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Kommentare

Dennis Neiss
by Dennis Neiss on
Zu Marcus Stigleggers Ausführungen zu Peckinpahs The Getaway: Für die poetische Qualität des Films ist denke ich nicht nur Peckinpah selbst, sondern auch Walter Hill als Drehbuchautor mitverantwortlich. Es gibt ein wunderbares Zitat von Walter Hill auf der Webseite von Michael Althen, wo er auf den Film und dessen poetisch-surreale Qualität eingeht. "Es gab da diese wunderbare Möglichkeit, eine beinahe surreale Welt zu erschaffen. Ich wollte von der Wirklichkeit der Verbrecher völlig die Finger lassen. Es sollte als Fabel funktionieren, als Geschichte einer Reinigung nach einer Reise durch die Eingeweide der Erde. Keine Tragödie, sondern eine tragische Situation. Trotzdem kann man es auch ganz vordergründig als Gangsterfilm in Texas sehen, als Film über Verfolgungswahn. Die ganze Geschichte balanciert am Rande des Wahnsinns: Autos fliegen in die Luft, Leute werden in Müllwagen beinahe erdrückt, Hotels werden durch Schießereien zerstört. Es ist die Hölle, aber so soll es sein. Im Lauf ihrer Erlebnisse schaffen es Doc und Carol, ihre Würde wiederzugewinnen, indem sie einander vergeben und für ihre Fehler sühnen. Sie steigen in den Ring, kämpfen mit den Furien und kommen lebend wieder rausgekrochen.“
Dennis Neiss
by Dennis Neiss on
Zu Marcus Stigleggers Ausführungen zu The Getaway: Für die poetische Qualität des Films ist denke ich neben Peckinpah selbst, vorallem Walter Hill als Drehbuchautor mitverantwortlich. Es gibt ein wunderbares Zitat von Walter Hill auf der Webseite von Michael Althen, wo er auf die poetisch-surreale Qualität des Films eingeht. "Es gab da diese wunderbare Möglichkeit, eine beinahe surreale Welt zu erschaffen. Ich wollte von der Wirklichkeit der Verbrecher völlig die Finger lassen. Es sollte als Fabel funktionieren, als Geschichte einer Reinigung nach einer Reise durch die Eingeweide der Erde. Keine Tragödie, sondern eine tragische Situation. Trotzdem kann man es auch ganz vordergründig als Gangsterfilm in Texas sehen, als Film über Verfolgungswahn. Die ganze Geschichte balanciert am Rande des Wahnsinns: Autos fliegen in die Luft, Leute werden in Müllwagen beinahe erdrückt, Hotels werden durch Schießereien zerstört. Es ist die Hölle, aber so soll es sein. Im Lauf ihrer Erlebnisse schaffen es Doc und Carol, ihre Würde wiederzugewinnen, indem sie einander vergeben und für ihre Fehler sühnen. Sie steigen in den Ring, kämpfen mit den Furien und kommen lebend wieder rausgekrochen.“

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