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Episode 13_Was ist Filmkritik?

Eine Kritik der Kritik

Filmkritik scheint allgegenwärtig? Auf YouTube, in Podcasts und auf Fanportalen wie Letterboxd. Aber handelt es sich dabei wirklich um Filmkritik? Marcus und Sebastian rekapitulieren die Geschichte dieser Textgattung und wagen sich an eine Kritik der gegenwärtigen Kritik. Welche Rolle dabei der Fan spielt und warum ideologiekritische Filmkritik ein Taschenspielertrick sein kann - davon handelt diese Episode. Viel Spaß!

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Kommentare

Sebastian Seidler
by Sebastian Seidler on
Liebe/r Lune, danke für dein Feedback. Einige dieser Themen sind angedacht. Wir werden irgendwann eine Folge über Deleuze, Zeit und Dauer machen. Aber noch sind einige andere Themen in der Pipeline. Jetzt werden wir uns erstmal mit Cruising auseinandersetzen. Danach folgt die Frage: Was ist eigentlich Body Horror? Wir freuen uns sehr über weiteres Feedback und Anregungen zu Themen. Sebastian
Lune
by Lune on
Tolle Sendung. Ich fänds spannend, wenn ihr auch detaillierte Folgen über so Themen wie Ideologiekritik (z.B. Kracauer, Historische Entwicklung, heutige Verpöntheit?, Herangehensweise von Zizek) oder die Debatte um Post-Cinema (Ende des Kinos?, Digitalisierung, Post Cinematic Affect von Shaviro find ich zb. ne sehr spannende Perspektive im Umgang mit modernem, digitalen Kino) umreißen könntet.
Sebastian Seidler
by Sebastian Seidler on
Mir sind in diesem Zusammenhang zwei Dinge wichtig: 1. Unser Podcast versucht viele Stimmen zu Wort kommen zu lassen, indem es zu dem Gespräch zwischen Marcus und mir sogenannte Positionen gibt und geben soll. 2. Die von dir eingebrachten Fragen kann man diskutieren: Wir haben den Fokus zunächst auf idealistische Fragen des Genres FILMKRITIK gelegt. Ob wir uns als Sprecher selbst hätten positionieren müssen? Nein, das denke ich nicht. Wir betonen ja, wie wichtig der Dialog ist. Dafür suchen wir die Form. Diverse Standpunkte will ich mit diversen, vielen, unzähligen Menschen besprechen. Aber diese Selbstverortung ist mir zu identitätspolitisch, da habe ich Bauchschmerzen - weil ich Identitäten gegenüber grundsätzlich skeptisch eingestellt bin. (Darüber müsste man lange sprechen) Ebenso gibt es keine Allgemeingültigkeit, nur weil Texte so formuliert sind. Filmkritik ist und sollte Dialog und Kritik der Kritik sein. Auch darüber sprechen wir. Und ja: Es sind zu viele weiße Dudes unterwegs und wir brauchen mehr queere, weibliche und intersexuelle Positionen. Keine Frage. Die Gründe für die Dominanz der Dudes sind vielfältig. Darüber muss an anderer Stelle diskutiert werden. Vielleicht nochmal zu unserer Idee: Wir geben eine singulär-plurale Position, die sofort wieder kritisiert werden muss und kann. Kein Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Danke für deinen Kommentar, der einen anderen Faden aufnimmt, als wir es getan haben. Diese Dinge sind uns aber nicht weniger wichtig. Auch wenn wir im Detail dann anders argumentieren würde. Wer weiß?
Soleil
by Soleil on
Wie viele intersexuelle, weibliche und queere Kritiker gibt es eigentlich? Wäre das nicht in erster Linie entscheidend, sich als Kritiker selbst zu positionieren und zu verdeutlichen: Ich bin eine männlich gelesene heterosexuelle Person und lese die folgenden Szene so. Denn, wie viele diverse Standpunkte werden besprochen? Und welchen Allgemeingültigkeit-Anspruch vermag so ein mancher Kritiker formulieren?

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